Tag 14

Heute ging es nach dem ausschlafen also nach Saint-Jean-de-Luz. Kein Fischerdorf – eine ausgemachte Hafenstadt! 

Aber so schön!

Ich startete in der Markthalle, der Wochenmarkt in Saint-Jean ist offenbar sehr populär – zu recht!

Eine riesige Auswahl an Fisch, Käse, Backwaren, Obst und Gemüse, Gewürzen, … es war ein Fest. Diese Farben, die Düfte, die Freude mit der die Verkäufer ihre Waren anpriesen! Mon dieu, bin ich froh dass ich dieses Erlebnis noch hatte. 



Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, hier Austern zu probieren. Als ich allerdings auf die Teller linste, schüttelte es mich allein bei dem Gedanken das Glibberzeugs in den Mund zu nehmen… nein, manche Dinge muss man nicht tun bloß weil man gerade in der richtigen Region ist. 

Ich schlenderte also lieber ein wenig in die Innenstadt und knabberte an meiner momentanen Leibspeise: Peche Blanche – hmmmm, diese Pfirsiche schmecken hier einfach so viel besser als zuhause! 

Auch hier wieder: eine süße Fußgängerzone und eine beeindruckende Kirche. Der Sonnenkönig, Louis XIV, hat in dieser Kirche geheiratet. Klein, aber Prunkvoll!

Und von der Kirche aus ging es… ans Meer… 

Bevor ich mich allerdings aufmachte Richtung Guethray, wollte ich noch eine Kleinigkeit essen. Ich hatte gut gefrühstückt, diese riesigen Mittagsmenüs sind auch eher hinderlich bevor man losmarschiert. Also entschied ich mich für den „kleinen Lunch“ der Basken: Moules Frites. Jawohl, Miesmuscheln mit Pommes! Ich liebe Miesmuscheln und ich liebe Pommes… und die Kombi ist großartig! 
Die Muscheln waren köstlich in einem Sud aus Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern, dazu knusprige Pommes und fruchtiger Weißwein… ich weiß, woher der Ausspruch „wie Gott in Frankreich“ kommt. 

Müssen wir unbedingt mal nachkochen, bald!!


Danach ließ ich es langsam angehen, Siesta und so. Ein wenig am Strand spaziert, auf einer Bank abgehangen und gelesen. 

Allerdings wollte ich auch laufen. Also nur  kurze Siesta, und hinauf auf den Küstenwanderweg. Nach ewig langen Treppen auf die Klippe hoch kam der Lohn, mit diesem Ausblick. 

They say Home is where the heart is. But my heart is wild and free. 

Ja, so fühlte ich mich. Wild und frei. 


Der Weg führte mich gut 8km am Meer entlang und ich konnte mich garnicht sattsehen an dieser wilden, rauhen Naturgewalt. 

Es lief sich gut und ich war so froh, nochmal aus der Stadt raus, in der Natur zu sein. 

Das Wetter war besser als vorhergesagt und die Sonnencreme war leider in Bayonne geblieben… so habe ich mich doch tatsächlich am letzten Tag noch ein klitzekleines bisschen verbrannt. 

Zurück ging es mit dem Zug für zwei Stationen. Auf dem Weg zum Hotel zeigte sich auch in Bayonne nochmal die Sonne und breitete mir einen friedlichen letzten Abend. 


Zusammengefasst:

All die Düfte auf dem Markt, der Geschmack des Meeres in den Muscheln, die atemberaubende Aussicht von den Klippen, das Gefühl der Füße in der Brandung und das Rauschen der Wellen im Ohr… ich habe diesen Tag mit allen Sinnen genossen.
Ein letztes Mal: ein erschöpftes und glückliches Bonne nuit aus Frankreich

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3 Kommentare

  1. Dieser Beitrag rührt mich zu Tränen.
    Ich freue mich mit Dir! Sich wild und frei zu fühlen ist ein Geschenk.
    Einen schönen letzten Tag noch und gute Reise!
    Alles Liebe, Eva

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