Tag 1

Über Hamburg nach Toulouse gejettet und erstmal… Hunger!

Mein Zug Richtung Pyrenäen fuhr eh erst am späten Nachmittag und so bin ich mal los gebummelt Richtung Centre Ville. Um den Bahnhof herum sieht wohl jede Stadt gleich aus, so war mein erster Eindruck dann doch getrübt von grauen, dreckigen Häusern, Handyshops und Aufklebern an Holzplatten vor zerbrochenen Fenstern.

Nur zufällig bog ich links ab und steuerte auf die Kirche zu.. die ich in meinem Hunger beinahe übersehen hätte. ?

Direkt vor der Kirche die Terrasse eines Bistros, eine Tafel kündigte Plates du Jour an.

Der freundliche Kellner sprach so famoses Englisch wie ich Französisch und so einigten wir uns mit wenigen Sätzen darauf dass ich das Menü bestelle.

Hiermit empfehle ich jedem, der die Speisekarte nicht lesen kann: trau dich!

Ich bekam eine wundervolle Geschmacksreise aufgetragen: Melone und Pfirsich mit gerösteten Pinienkernen, butterzartes (ich glaube, es war) Kalbskotelette (was ich aus freien Stücken nie bestellt hätte!) in einer wahnsinnig leckeren Kräutersoße, Kartoffel-Möhren-Stampf mit viel Thymian, Salatbeilage mit Honig-Senf-Soße… und zum Schluss ein Stück Kuchen mit Pistazien und Himbeeren, den ich auch nie bestellt hätte.

Gekrönt von der Rosé Empfehlung des freundlichen Kellners.. begleitet vom Glockenspiel einer netten Kirche…

Und da war ich, angekommen in diesem Urlaubs-Ding.

Ich hatte mir vorgenommen, kein Essen zu fotografieren. Hat super geklappt. ?


Und als ich dann zurück gen Bahnhof schlenderte, fielen mir plötzlich auch die hübschen Fassaden in den Nebenstraßen auf. Vielleicht ist Toulouse doch eine (Kurz)Reise wert…..


Die Franzosen haben eine ähnlich pünktliche Bahn wie wir, so hatte mein Zug nach Saint-Martory gut eine Stunde Verspätung… allerdings ohne murrende Fahrgäste. ?

Der Zug fuhr aus der Stadt heraus und es war ein wenig wie das Münsterland… Platte  Felder, Hübsche Bauernhöfe, kleine Dörfer mit süßen Kirchen. Anstatt Ziegelrot halt in Sandsteingelb. Und im Hintergrund die ersten Hügel und Ausläufer der Pyrenäen.

Angekommen in Saint-Martory, die Sonne kam raus als ich auf den „Bahnsteig“ trat.

Jap.. Dattisderbahnsteig.


Und überwältigt von diesem netten kleinen Städtchen. Kleine Straßen, von denen Gassen abgehen in denen Katzen gemächlich rum schlendern und überhaupt.. ach, hier sind Fotos.


Und weil der Tag anscheinend noch mehr für mich in Petto hatte, sitze ich jetzt bei Rose und ihrer Familie auf der Terrasse, war gerade mit den süßen Kids im Pool, halte ein Glas Weißwein in der Hand und der Tisch wird immer voller mit Leckereien..




Ausblick auf die (noch umwölkten) Pyrenäen, einen Plan für die morgige Wanderung im Kopf..

Womit habe ich eigentlich so viel Gutes verdient??

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1 Kommentar

  1. Hallo Lieblingstochter,
    das sind ja wunderbare Eindrücke und Fotos, vielen Dank dafür!
    Ich hoffe, der erste Wandertag verläuft leicht und ohne Regen.
    Ich freue mich schon auf die nächsten Einträge!
    Alles Liebe, Mami

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